Live-Gaudi auf der Alm: Party-Songs und Balkan-Brass
Wieder gab’s eine große Hüttengaudi in den Rosenau-Wiesen: Die Alm, nur wenige Schritte vom Rödentaler Großparkplatz entfernt, war Schauplatz einer Live-Show, wie man sie selten erlebt: Die Schweizer Brass-Band „MollTon“ interpretierte bei ihrem Alm-Gastspiel bekannte Songs auf ihre ganz eigene, lebenslustige Art.
Die Partystimmung machten viele Leckereien und die frisch gezapften Grosch-Biere komplett. Idyllische Natur, einen sonnigen Biergarten und urige Gemütlichkeit hat die Alm, zentrumsnah im SG-Tennisheim an den Oeslauer Sportanlagen, sowieso zu bieten.
Eidgenossen auf der Alm? Passt wie die Faust aufs Auge, könnte man meinen. Doch das ist bestenfalls die halbe Wahrheit. Unter der Leitung von Markus Passerini spielt die kompakte Brass-Band nämlich seit ihren Anfängen vor zweieinhalb Jahren einen Sound, der eine energiegeladene Mischung aus New Orleans und Balkan Brass darstellt. Freilich hatten die MollTones bei ihrem Besuch in Rödental bekannte Songs im Repertoire, diese wurden aber im eigenen MollTon-Stil hemmungslos “balkanized”. Lebendigkeit gepaart mit der Lust am Musizieren brachten die sechs Bandmitglieder auf die Bühne. “Bühne” ist gut, denn eigentlich machten die Schweizer mit zahlreichen Streifzügen durch die Gästereihen den ganzen Biergarten zu ihrer Showbühne. Ja, Improvisation und Spontanität sind eben ein zentrales Element, wenn sie Konzerte geben.
Die Küche nebenan hatte das Balkan-Fieber schon vorher gepackt. Sie servierte das echte Balkan-Schaschlik, heuer neu auf der Alm-Speisekarte und ebenso heiß begehrt wie rasend schnell ausverkauft. Das gibt es jetzt natürlich wieder, und zwar immer donnerstags. Wie gewohnt kommt in diesem Jahr wieder wieder die Currywurst für Individualisten, mit Soßen in drei verschiedenen Schärfestufen und auf Wunsch mit extra Habanero-Sauce auf den Tisch. Ihre Kinder mögen lieber Pommes? Bitteschön, gerne auch Rot-Weiß, mit Ketchup und/oder Mayo!
Natürlich gibt es in der Alm auch weiterhin die typisch einheimischen und fränkischen Brotzeiten wie Obatzter, Kochkäse, Brezeln und Würstel, außerdem auch hausgemachten Kuchen und heuer zum ersten Mal auch einige ganz besondere Schmankerl: Zum Beispiel den Alm-Salat mit geräucherter Putenbrust oder mit angeschwenkten Champignons und gerösteten Brotwürfeln. Wer es gerne deftig mag, ist mit der Almvesper (Rot-, Weiß-, Leberwurst und Frankendamer) bestens versorgt, vegetarisch schmackhaft satt werden kann man wunderbar bei fränkischen Folienkartoffeln mit Kräuterquark.
Neben vielen nichtalkoholischen Getränken ist die ganze Palette der Grosch-Bierspezialitäten zu haben, die bei der Privatbrauerei Grosch noch handwerklich nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut werden – zum Teil nach Rezepten, die schon über 500 Jahre alt sind. Übrigens: Die Grosch-Partykracher wie etwa Fuhrmannstrunk, Hochzeitsbier oder Pils gibt es auch in Kästen und Fässern direkt beim Grosch.
Die Preise sind einladend, und die Stimmung ohne schwerfällige Skischuhe entsprechend entspannt. Da macht es Spaß, dass sich die Gäste in Selbstbedienung um ihre Wunschmahlzeiten kümmern, während die Kinder auf dem Spielplatz nebenan toben können. Geöffnet ist die Alm am 1. Mai ab 10 Uhr, sonst täglich ab 16 Uhr, Samstag und Sonntag schon ab 14 Uhr. Montag und Dienstag ist Ruhetag. Wer die Alm für geschlossene Veranstaltungen nutzen möchte, ist willkommen, alle Details zur Bewirtung verrät das Team vom Gasthof Grosch unter der Telefonnummer 09563/7500.