Braugasthof Grosch



Fischspezialitäten aus Franken und der Welt

Traditionell markiert das Ende des kunterbunten Treibens im Fasching zugleich den Beginn der grauen Fastenzeit. Doch was in alter Tradition noch mit trocken Brot und Wasser zu tun hatte, hat längst die Wende von der Not zur Tugend geschafft. Bei uns halten im März die Fischwochen und damit einzigartig gesunde wie schmackhafte Variationen aus der Fischküche Einzug.

Fisch-Dreierlei
Für eine gesunde Ernährung ist Fisch prädestiniert, denn die meisten Speisefische sind leicht bekömmlich und liefern dabei viel Eiweiß, Jod, Vitamine und Spurenelemente. Etwa der Barsch enthält lediglich vier Prozent Fett aus größtenteils ungesättigten Fettsäuren, ist dabei aber ein echtes Geschmackserlebnis. Serviert wird beim Grosch zum Beispiel gebratenes Butterbarschfilet auf Spitzkohlgemüse, dazu Schnittlauchkartoffeln. Aber auch das kross gebratene Doradenfilet auf Lauchsauce mit Dampfkartoffeln ist eine Klasse für sich. Wer heimische Süßwasserfische bevorzugt, wird bei der Forelle fündig – aus dem Kräutersud mit Sahnemeerretisch, zerlassener Butter und Kartoffeln, immer frisch aus dem Bassin.

Ein wahrer Genuss ist auch das pochierte Wallerfilet aus dem Wurzelsud mit Sahnemeerettich und Butterkartoffeln. Und die ganz große Geschmackspalette bietet das pochierte Lachsforellenfilet auf Dijonsenfsauce mit Gemüsereis. Für Fisch-Einsteiger und Extra-Genießer bietet der Grosch jetzt außerdem die fränkische Fischsuppe mit Gemüsewürfeln, das geräucherte Forellenfilet an Preiselbeer-Meerrettichsahne und den Heringssalat nach Hausfrauen-Art mit Äpfeln und Zwiebeln in Sauerrahm, dazu deftige Speckkartoffeln, an.

Bei alledem ist wohl die Frage berechtigt, ob denn so viel Geschmack in der Fastenzeit nicht eine Sünde ist. Die Antwort liefert Martin Luther selbst, der gesagt haben soll, wenn jemand „fände, dass ihm vom Fasten der Kopf wüst und toll oder der Leib und der Magen verderbt würde …, so soll er das Fasten ganz gehen lassen und essen, schlafen, müßig gehen, so viel ihm zur Gesundheit nötig ist.“ So betrachtet lässt es sich trefflich fasten und genießen, vielleicht sogar bei einem Glas Luthertrunk, der ja dem Reformator selbst seinerzeit schon beim Grosch schmeckte und der heute noch wie damals gebraut wird.