Braugasthof Grosch



Bockbieranstich: Mit einem Paukenschlag ins lange Kirchweih-Wochenende

Mit dem traditionellen Bockbieranstich beginnt beim Grosch am Mittwoch Abend das lange Kirchweih-Wochenende. Bürgermeister Gerhard Preß wird den Bockbieranstich in die Hand zu nehmen. Sicher geht es wieder heiß her beim Bockbieranstich im Bierhof, nachdem im letzten Jahr etliche Gäste dem Regen trotzten und es sich beim neuen Bock und zünftigen Brotzeiten im Bierhof gemütlich machten.

BockbieranstichUnd denen wurde schnell warm ums Herz bei jedem Schluck der bernsteinfarbenen Spezialität mit über 20 Prozent Stammwürze und damit stattlichen sieben Prozent Alkohol. Gemunkelt wurde sogar von “sieben plus…” – und das macht den Bock vom Grosch zum echten Doppelbock. Gewöhnlich weist Bockbier nämlich einen Stammwürzegehalt von wenigstens 16 Prozent auf.

Die “Stammwürze” beschreibt den Anteil gelöster Stoffe, also vor allem Malzzucker, aber auch Eiweiß, Mineralien oder Vitamine, in der Würze vor der Vergärung. Da die Hefe bei der Vergärung den in der Würze gelösten Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure umwandelt, liegt es auf der Hand, dass ein höherer Gehalt an Stammwürze auch zu einem höheren Alkoholgehalt des fertigen Bieres führt. Als Daumenregel für die Umrechnung von Stammwürze- auf Alkoholgehalt gilt: der Alkoholgehalt beträgt etwa ein Drittel des Stammwürzegehaltes. So kommt es, dass das Grosch-Bockbier in der Regel einen Alkoholgehalt von über 7 Prozent hat und ist damit schon als Doppelbock anzusehen ist. Zum Vergleich: Ein normales Vollbier weist einen Alkoholgehalt zwischen 4,5 und 5,3 Prozent auf.

Nicht umsonst gehören die Bockproben und Anstiche zu den herausragenden Ereignissen im Sudjahr der Rödentaler Traditionsbrauerei. Auch 2010 kam Volksfeststimmung auf, als im Bierhof des Braugasthofs Grosch der Bockbieranstich mit Leberkässemmeln, Hackfleischbroten und anderen zünftigen Brotzeiten zur Blasmusik vom Musikverein Rödental der erste Bock des Jahres gefeiert wurde.