Braugasthof Grosch



Freitags im Oktober: Knusprig zarte Barbarie-Entenkeule

Wer gerne gut isst, erfährt dabei meistens auch eine Menge über die ganze Welt. Ganz nebenbei. Eine gute Gelegenheit dafür bietet sich jetzt jeden Freitag mittags von 11.30 bis 14 Uhr und abends ab 17.30 Uhr beim Grosch. Da gibt es im Oktober leckere Barbarie-Entenkeule samt einem 0,3 Liter Krug Luthertrunk, während der ganzen Aktionszeit noch dazu zum Schnäppchenpreis.

Barbarie-Ente

Barbarie-Ente ist, wie der Name schon erahnen lässt, nicht einfach nur Ente. Sie stammt, obwohl auch in Fernost die Menschen seit Jahrtausenden den Genuss von knusprigem Entenfleisch lieben, aus einem ganz anderen Teil der Welt.

Tatsächlich lässt sich die Barbarie-Ente bis zu einer wilden Rasse in Südamerika zurückverfolgen, deren erlesen zartes und unvergleichlich schmackhaftes Fleisch die Entdecker der neuen Welt derart begeistert haben muss, dass sie Barbarie-Enten als Souvenir nach Spanien mitbrachten. 1517 ist das bereits gewesen, und von da an dauerte der Weg der Barbarie-Enten in die Kochtöpfe der damals bekannten Welt nur noch kurze Zeit.

Heute bringt man die Barbarie-Ente ja meistens mit der französischen Gastronomie in Verbindung. Aber auch in Deutschland ist sie beim Geflügel ein Maß aller Dinge, nur noch zu toppen von einer geduldigen Zubereitung in der Backröhre. Wie das schmeckt, lässt sich jetzt beim Braugasthof Grosch in Rödental erleben. In dem traditionsreichen Familienbetrieb, wo sich bei fränkischer Gastlichkeit immer wieder neue kulinarische Genüsse entdecken lassen, greift man auf überlieferte Hausrezepte, viel Erfahrung und das Gespür von Chefkoch Axel Börtlein zurück. Wenn das Rezept auch geheim ist, natürlich spielen Beifuß und Orangen dabei eine wesentliche Rolle. Für die knusprige Bräune sorgt häufiges Übergießen mit Bratensaft, die zarte Konsistenz kommt durch die richtige Temperatur und Garzeit.

Natürlich gibt es hausgemachte Klöße zur Barbarie-Ente. Sie brauchen nur hochwertige Kartoffeln, Wasser und Salz zum guten Geschmack. Komplett wird das Gericht durch hausgemachten Rotkohl, verziert mit Preiselbeeren. Passend zum geschichtsträchtigen Fleischgenuss gibt es einen Krug Luthertrunk gleich dazu, denn auch er geht auf ein Rezept zurück, das in die Zeit der Entdeckung Südamerikas fällt, also gut 500 Jahre alt ist. Wer nun Lust bekommen hat, sich den Herbst mit Gaumenfreuden in gastlicher Atmosphäre zu versüßen, sollte sich unter der Telefonnummer (09563) 7500 einen Tisch reservieren lassen.